K-Frage 2015: Kompakt-Kombi als Diesel, Benziner, neu, gebraucht?

K-Frage?

"K-Fragen" haben ja eine lange Tradition in diesem Blog. Und diese Tradition wird auch 2015 weiter geführt.

2006: Konzern oder Klitsche?

Die erste K-Frage war die Frage nach "Konzern oder Klitsche?" - also der beruflichen Orientierung. Eine Frage, auf die es nach drei beruflichen Stationen erwartungsgemäß keine klare Antwort gib.

2008: Welche Spielekonsole?

Zwei Jahre später gab es dann die Frage nach der besseren Spiele-Konsole: Playstation 3 oder Xbox 360. Auch diese Frage blieb im Rückblick unbeantwortet, ist aber 2014 durch den Kauf einer neuen Playstation 4 quasi in der zweiten Runde entschieden.

2015: Welcher Kompakt-Kombi?

Und 2015 stellt sich nun eine ganz neue K-Frage: Welcher Kompakt-Kombi ist der beste und passendste für uns? Nach rund 6 Jahren Corsa D wurde der Wunsch nach einem größeren Wagen vor einigen Wochen akut. Insbesondere der Bedarf nach mehr Platz aber auch die sich nähernde 100.000km Marke unseres Corsas führte zu einer intensiven Beschäftigung mit dem aktuellen Angebot an Kompakt-Kombis.

Anforderungen

  • viel Platz
  • kompakte, Stadt-taugliche Maße
  • schickes Design
  • leicht und sparsam

1. Anlauf: Opel Astra oder Insignia

Aufgrund unserer Opel-Vergangenheit lagen die ersten Blicke schnell auf einem weiteren Opel: Astra oder Insignia sahen wie die perfekten Nachfolger des Corsa aus. Eine erste Recherche-Runde 2014 offenbarten aber auch Schwächen, wie eine unübersichtliche Karosserie. Und mit der Zeit wuchs auch der Wunsch nach einem etwas schlichteren, geradlinigeren Design, das Opel wohl erst beim neuen Astra Ende 2015 liefern kann.

2. Anlauf: Skoda Octavia

Der Skoda Octavia rückte deshalb in den Focus und punktete bei der Recherchen mit hoher Qualität (der Verwandtschaft zum Golf VII sei dank), sparsamen Motoren, gutem Ausstattungs- und Raumangebot und nicht zuletzt günstigem Anschaffungs- und Unterhaltspreis. Nach mehreren Besichtigungs-Runden war der Skoda dann aber aus dem Rennen. Warum? Weil er optisch zu langweilig und besonders von vorne nicht besonders schön aussieht.

3. Anlauf: SEAT Leon ST

Schon vor dieser Entscheidung rückte ein weiterer Verwandter des Golf in unser Blickfeld: Der SEAT Leon ST. Gleiche technische Basis, ähnlicher Qualitätsstandard, die gleichen guten Motoren wie bei VW und Skoda. Aber in einem sehr schönen, zeitlos eleganten und gleichzeitig sportlichen Design. OK, ein Octavia hat noch etwas mehr Raum und ist durch bessere Versicherungseinstufung etwas günstiger. Aber nach zwei Abstechern ins Autohaus war die grundsätzliche Entscheidung getroffen: für einen SEAT Leon ST.

Die Detailfragen

Hier gingen dann die nächsten kniffligen Fragen los: Welche Motorisierung? Benziner oder Diesel? Neuwagen oder Gebrauchtwagen?

Frage 1: Benziner oder Diesel
Mit rund 15.000 km/Jahr liegen wir sowohl laut ADAC wie auch bei anderen Vergleichsrechnern ziemlich genau auf der Grenze, ab der sich ein Diesel trotz höherer Anschaffungskosten, höherer Versicherungskosten und höherer KFZ-Steuer lohnen könnte. Da wir verhältnismäßig vielen Langstecken fahren (nach Südtirol, ins Schwabenland, in die Berge) könnte sich ein Diesel erst recht lohnen.

Andererseits schätze ich mich selbst als recht besonnenen Fahrer ein, der halbwegs vorausschauend und sparsam zu fahren weiß. Auf der Autobahn muss es nicht schneller als 120-130 km/h sein. Da ein Benziner aber erst bei hohem Tempo größere Verbrauchst-Nachteile hat, ist hier der Vorteil eines Diesels evtl. doch nicht so groß. In jedem Fall rechne mit ca. 1,5 Liter Mehrverbrauch auf 100km bei einem Benziner (ca. 4,5 l vs. 6 l / 100km, was sich auch in etw mit den Userangaben auf spritmonitor.de deckt).

In Frage kamen grundsätzlich die Motoren 1.2 TSI (110 PS, 4,9 l Normverbrauch Super), 1.6 TDI (105 PS, 3,8 l Normverbauch Diesel) und 1.6 TDI Ecomotive (110 PS, 3,3 l Normverbrauch Diesel). Nachteil des normalen TDI: der 6. Gang fehlt. Ich konnte zwar nicht ausfindig machen, wieviel das ausmacht und ob der 6. Gang des Ecomotive TDIs in der Übersetzung ggfs. sogar dem 5. Gang des normalen TDI entspricht... was die Sache wieder relativieren würde. Aber in einer Probefahrt in einem normalen 1.6er TDI machte das 5-Gang Getriebe einen guten Eindruck, sodass dieses Modell aufgrund der geringeren Anschaffungskosten in den Fokus rückte.

Frage 2: Neuwagen oder Gebrauchter
Bereits zum Start der Autosuche war klar, dass ein Neuwagen nicht in Frage kommt. Zu teuer, zu großer Wertverlust. Der private Kauf eines Gebrauchten stand ebenfalls nicht zur Debatte, sodass wir insbesondere über autoscout24.de und mobile.de die Suche nach einem Gebrauchten bei Autohäusern in der erweiterten Münchner Umgebung betrieben. Nach einigen Anfragen wurde uns klar, dass die meisten Autohändler fast ausschließlich ehemalige Mietwagen als Gebrauchte verkaufen. Ein klarer Minuspunkt. Die Probefahrt eines solchen Leon bei einem 1 1/2 Stunden entfernten Autohaus hinterließ dann auch einen eher unsicheren Eindruck bei uns.

Die auch recht häufigen EU-Reimporte, die als Tageszulassungen angeboten werden und preislich Top sind, schienen ebenfalls eine Alternative zu sein. Hier fiel aber auf, dass sich insbesondere die Angaben zu Verbrauch und den CO2-Werten teils merkwürdig unterschieden, was wiederum auch hier zu einem leicht komischen Gefühl führte.

Die parallele Recherche nach der richtigen Ausstattung führte und dann zu den hochgelobten Voll-LED-Scheinwerfer. Eine Must-Have Ausstattung, die das Angebot weiter einschränkte.

Dann stießen wird auf Neuwagen-Vermittler, wie meinauto.de oder autohaus24.de. Diese listen deutsche Neuwagen mit Rabatten bis zu 30%. Als wir das entdeckten relativierte sich die Ablehnung eines Neuwagens etwas. Vielmehr fanden wir auch gefallen daran, unser Auto selbst zu konfigurieren... mit LED Scheinwerfern, Panorama-Dach, Einpark-Assistent und schicker Metallic-Lackierung.

Die Entscheidung war nicht einfach. Am Ende stand dann aber tatsächlich die Bestellung eines Neuwagen. Die Bestellung lief über den Vermittler meinauto.de, über den wir einen Rabatt von 26,5% auf den Listenpreis bekamen. Der Leon hat jetzt genau die richtige Ausstattung: Style-Paket, Voll-LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Einparkhilfe vorne und hinten, und natürlich unsere Lieblingsfarbe "Technik Grau". Jetzt freuen wir uns riesig auf das neue Auto - und auch auf die Werksabholung in der Autostadt Wolfsburg :-)

© SEAT
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